Bouldern & Slacklining im Überblick

Gepostet von am Okt 25, 2013 in Kletterbekleidung | 1 Kommentar

Bouldern & Slacklining im Überblick

In diesem Artikel geht es um die Trendsportarten Bouldern & Slacklining, der einen Überblick über beide Sportarten geben soll. Im Grunde braucht es für Bouldern & Slacklinen Geschick, Körperspannung, Körperbeherrschung, Fitness und Ausdauer. Wer all das mitbringt und auch noch etwas Neues lernen möchte, der ist hier richtig.

Derzeit öffnen viele Kletterhallen ihre Türen und bieten neben Klettern auch Bouldern an. Natürlich kann man auch Outdoor, in speziell ausgewiesenen Gebieten, bouldern. Im Buchhandel gibt es für viele Gebiete einen Boulderführer, in dem die Routen detailliert dargestellt werden. Zum Beispiel gibt es im östlichen Alpenbogen eine Reihe von Bouldergebieten, die in einem Boulderführer beschrieben werden. Sind die Alpen zu weit weg, so kann man auch einen Buch für ein Boulder-Gebiet im Odenwald bekommen. Es gibt also eine Vielzahl von Wegbeschreibungen, denen man gerne nachgehen kann.

Geschichte des Boulderns

Der Begriff Bouldern bezeichnet eigentlich einen Felsblock. Der Ursprung des Boulderns reicht bis ins frühe 19. Jahrhundert und wurde in den 70er Jahren eine eigene Art des Sportkletterns. Mit Beginn der 90er Jahre wurde der Sport immer Populärer. Die Sportart wurde durch einen Deutschen und einen Amerikaner wesentlich geprägt.

Bouldern wie funktioniert es?

Das Interessante an dieser Art des Kletterns ist, dass man ohne Sicherungsseil und Gurt klettert. Man braucht keine Angst vor einem Absturz zu haben, da man nur in Absprunghöhe, nahe dem Boden, Klettert. Der Boden ist mit einer Matratze oder ähnlichem gesichert. Im Fachbegriff nennt man Sie Crashpads. Für viele ist das genau der Kick und die Herausforderung, denen sie sich beim Bouldern stellen. In der Halle folgt man einer vorgegebenen Route. Diese Route wird mit farbigen Klettergriffen, verschiedenster Formen, vorgegeben. Je nach Schwierigkeitsgrad kann demnach die Größe und Beschaffenheit der Klettergriffe variieren. Es ist für jeden Kletter-/Boulder-Typ etwas dabei. Gerne spricht man nicht von Kletterroute sondern von einem „Problem“. Auf manchen Routen kommt es vor, dass man sich über Kopf bewegen und sichern muss. Hierbei gilt es, dass man auf eine gute Körperspannung und Kraft in den Fingern achtet. Auf jeden Fall sollte man solch eine Route nicht ohne Spotter bewältigen. Der Spotter, in Person einer Begleitperson, soll verhindern, dass man auf den Kopf fällt, in dem er den Kletterer so abstützt, dass der beim Abrutschen auf den Füßen landet. Es gibt unterschiedliche Arten des Boulderns. Einmal die Drei-Punkt-Regel, bei der man immer mit drei Haltepunkten Kontakt haben sollte. Es gibt aber auch die Möglichkeit, dass man eine flüssige Bewegung ausführt. Das heißt, dass man aus der letzten Bewegung den Schwung in die nächste Bewegung mitnimmt. Ganz wichtig sind auch die verschiedenen Greiftechniken, die man anwenden kann. Bouldern ist sehr Kraftaufwendig, daher ist es Ratsam die Griffe nur so fest anzufassen, dass man nicht den Halt verliert. Je fester man drückt, desto mehr Energie verbraucht man. Am Anfang also erst mal testen, wie viel Kraft man zur Eigensicherung benötigt. Nicht selten kommt es vor, dass man sich an den Fingern verletzt und sich eine Zerrung zuzieht. Daher sollte man das „Problem“, gerade als Anfänger, langsam angehen. Bouldern erfordert Kraft, Ausdauer, Kondition und vorrausschauendes Handeln.

Welche Ausrüstung braucht man?

Im Indoor-Bereich sowie auch Outdoor wird ohne Sicherungsseil und Klettergurt gebouldert. Trotzdem sollte man Kletterschuhe und einen Chalkbag mit Magnesiumpulver oder Magnesiumball in seiner Kletterausrüstung dabei haben. Diese Ausrüstung kann man in einem Klettershop kaufen. Warum sollte man Kletterschuhe benutzen? Der Kletterschuh, welcher sehr eng am Fuß sitzen sollte, gibt dem Kletterer einen guten halt durch seine raue Oberfläche. Da die Hauptbelastung beim Bouldern oder Klettern auf der Spitze des großen Zehs liegt, gewährleistet ein enger Schuh eine gute Kraftausnutzung. Das Magnesiumpulver verhindert, dass man mit geschwitzten Fingern, vom Felsen oder Klettergriff abrutscht. Für eine optimale Beratung sollte man unbedingt einen Klettershop aufsuchen. In der Regel kann man die Schuhe dort an einer kleinen Kletterwand testen.

Unterschied zwischen Klettern und Bouldern.

Wie schon erwähnt wird beim Bouldern in Bodennähe geklettert. In den Kletterrouten gibt es den ersten Unterschied. Beim Klettern steigt man anhand einer vorgewählten Route nach oben, während man beim Bouldern eher seitwärts klettert. Ist man in der Kletterwand unterwegs wird man mit einem Klettergurt und einem Seil gesichert. Es sei zu erwähnen, dass es auch das Vorstiegs-Klettern gibt, bei dem das Seil, das später zur Sicherung verwendet wird, von einem Kletterer nach oben gebracht und im Sicherungshaken eingehängt wird. Ansonsten gibt es keine großen Unterschiede mehr. Für beides braucht man Kraft, Kondition, Konzentration und Ausdauer. Das Klettern, Sichern und welche Kletterausrüstung nötig ist, kann man in Kletterkursen erlernen.

Slacklining

Die zweite Trendsportart Slacklinen erfordert ebenfalls viel Geschick und macht unheimlich viel Spaß. Die Slackline sieht so ähnlich aus wie ein Gurtband, das man für das Absichern einer Ladung verwenden kann. Durch die gummiartige Elastizität der Slackline sind viele akrobatische Kunststücke möglich. Man braucht dazu allerdings Konzentration, Koordination und vor allem Gleichgewichtsgefühl. Also eigentlich das ideale Zusatztraining zum Bouldern, denn das alles wird ebenfalls beim Bouldern benötigt. Eine weitere Ausrüstung, wie Sicherungsseil oder Kletterschuhe, werden nicht benötigt. Mittlerweile wird eine Slackline auch zu Therapiezwecken, etwa nach einem Kreuzbandriss, eingesetzt.

Geschichte/Herkunft der Slackline

In den 80er Jahren haben Freizeitkletterer eine Möglichkeit gesucht um auch an regnerischen Tagen trainieren zu können. Kletterhallen waren noch nicht so verbreitet. So wurde auf einem gespannten Seil balanciert und der Gleichgewichtssinn trainiert. Das Slacken hat sich dann Anfang des 20ten Jahrhunderts ausgebreitet und ist nun auch bei uns angekommen. Seit 2011 gibt es das Slacklinen auch als Wettkampfsport. Dabei werden verschiedene Kategorien, wie Schwierigkeit, die Qualität der Ausführung und mehr, bewertet.

Slackline-Arten

Mittlerweile gibt es verschiedene Arten der Slackline. Die bekannteste ist die sogenannte Trickline oder Lowline. Sie wird auf Kniehöhe gespannt um bei einem Sturz das Verletzungsrisiko zu minimieren. Eine interessante Herausforderung ist es die Slackline in der Nacht oder in dunklen Räumen zu spannen. Man muss sich also auf seine Sinnesorgane ausschließlich der Augen verlassen. Ebenfalls ist es möglich eine Slackline über größere Entfernungen zu spannen, dieser werden dann Waterlines oder Highlines genannt.

Woraus besteht eine Slackline?

In der Regel wird ein Flachband – es hat den Charakter eines Feuerwehrschlauches – verwendet. Dieses Band ist zwischen 2,5cm und 5cm breit. Allerdings dehnen sich die breiten Bänder weniger und können bei entsprechender Spannung für die ersten Gehversuche verwendet werden. Später kann ein elastischeres Band verwendet werden um dann auch Kunststücke machen zu können. Befestigt werden herkömmliche Slaglines ähnlich wie der erwähnte Spanngurt.

Fazit:

Bouldern & Slacklinen bieten interessante Möglichkeiten zum Training der Sinnesorgane und der Muskulatur. Die Anschaffungskosten für beide Sportarten sind überschaubar, aber der Spaß grenzenlos. Die vielfältigen Boulderführer bieten viele interessante Hinweise und Tipps für eine Bouldertour. Zu beiden Themengebieten findet man im Internet zahlreiche Videos und Anbieter für das Bouldern in der Halle oder im Outdoor-Bereich. Für Beides wünschen wir viel Spaß.

1 Kommentar

  1. Bouldern und Slackline in einem Bericht…das is doch mal was ;)!
    Schön umrissen und sehr gut dargestellt.
    Persönlich bin ich eher beim Bouldern, aber Slackline würde mich schon auch reizen!

    Gruß,
    Andreas

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