Approachschuhe vs. Wanderschuhe

Gepostet von am Aug 15, 2013 in Kletterbekleidung | 1 Kommentar

Approachschuhe vs. Wanderschuhe

Gute Kletterschuhe – das A und O der passenden Ausrüstung

Wer regelmäßig zu Wandertouren und zum Klettern aufbricht, braucht unbedingt die richtige Kletterausrüstung, allem voran gute und passende Wanderschuhe. Diese sollten nicht nur bequem sein und einen hohen Tragekomfort versprechen, sondern auch atmungsaktiv und vor allem wasserdicht sein und natürlich nicht all zuviel kosten.

Bei der riesengroßen Auswahl an Wanderschuhen, die es mitunter in jedem Klettershop gibt, fällt die Entscheidung, welche Schuhe nun die richtigen sind und welche sich am besten den individuellen Ansprüchen fügen, oft nicht einfach.

Die richtigen Kletterschuhe – wie müssen sie sein?

Um Verletzungen und Stürze von vornherein zu vermeiden, sollte man nicht nur wachsam und vorsichtig sein, sondern vor allem auch auf die richtige hochwertige und professionelle Ausrüstung setzen. Neben atmungsaktiver Funktionsbekleidung und den richtigen Handschuhen gehören vor allem gutes Schuhwerk zum mitunter wichtigsten Punkt einer professionellen Ausrüstung. Diese sollten rutschfest sein und gut sitzen. So kann die Auswahl der richtigen Kletterschuhe im Outdoor Sport bereits von Anfang an vielen Verletzungen entgegenwirken. Wichtige Faktoren beim Kauf der richtigen Kletterschuhe sin in erster Linie die richtige Größe, hoher Tragekomfort, sowie eine bequeme Passform. Weiterhin spielen auch die Umgebung, die Geländeanforderungen, sowie das Gefälle in dem man sich auf seinen Touren b

efindet eine wichtige Rolle. So sollten die Schuhe den klimatischen und vor allem den geographischen Bedingungen gerecht werden. Auch auf eine gute Verarbeitung und qualitativ hochwertige Materialien wie GoreTex sollte man achten.
Der eigenen Gesundheit und Sicherheit zuliebe sollte man nicht an einer guten Kletterausrüstung sparen und lieber den einen oder anderen Euro investieren, denn dann wird jede Kletterpartie zum ultimativen Outdoor Vergnügen.

Zustiegs-/Approachschuhe vs. Wanderschuhe

Viele werden sich nun fragen, was genau denn der Unterschied zwischen Zustiegsschuhen oder auch Approachschuhne und normalen Wanderschuhen ist, für wen sie in Betracht kommen und ob sie überhaupt einen bestimmten und vor allem sinnvollen Zweck beim Wandern und Klettern haben. Braucht man für einen Ausflug in die Berge unbedingt Zustiegsschuhe oder handelt es sich hierbei wie so oft nur um eine clevere Marketingstrategie der Hersteller?

Vorab sollte schon mal erwähnt werden, dass Zustiegs- und Approachschuhe in erster Linie für Profikletterer gedacht sind. Hobbywanderer, die gerne hin und wieder mal einen Ausflug in die Berge machen und sich dabei so gut wie immer auf flachen und befestigten Wegen und Pfaden bewegen, können im Grunde getrost auf sie verzichten. Wie der Name „Zustiegsschuhe“ nämlich schon ganz deutlich verrät, handelt es sich dabei um Schuhe, die den Weg zur Kletterwand, sowie den eigentlich Aufstieg erleichtern sollen. Dies hat aber meist schon nichts mehr mit einer gewöhnlichen Wanderung zu tun, denn bei einer richtigen Klettertour müssen nicht nur steile Pfade, sondern oft auch unwegsames Gelände und steiles Gefälle überwunden werden. Zudem müssen die Schuhe noch sicher und bequem im Rucksack verstaut werden können, um die Kletterpartie nicht als zusätzlicher Ballast noch unnötig zu erschweren.

An dieser Stelle wird schon einer der wichtigsten Unterschiede zu konventionellen Wander- oder Outdoorschuhen bemerkbar. In der Regel reichen normale Wanderschuhe meist bis über die Knöchel, haben eine feste Sohle und sind dadurch meist ziemlich klobig und schwer. Hochwertige Zustiegs- und Approachschuhe dagegen sollten möglichst kompakt und leicht sein. So können sie nach dem Aufstieg gegen Kletterschuhe ausgetauscht werden und einfach im Gepäck verstaut werden.

Zustiegs- und Approachschuhe sind also möglichst kompakte und leichte Halbschuhe, die den meist schon steilen und unwegsamen Anstieg zur Kletterwand, sowie die eigentliche Kletterpartie erleichtern sollen.

Genau wie bei üblichen Wanderschuhen ist auch hier die Auswahl enorm. Oftmals erweist sich der Kauf der passenden Approach-Schuhe fast schwerer als der Kauf von konventionellen Wanderschuhen. Gute Zustiegsschuhe sollten bequem und komfortabel sein und auf steilen Pfaden sicheren Halt geben. Auf Straßenbelag dagegen sollten sie geschmeidig anliegen, auf nassem Untergrund und rutschigem Geröll für den nötigen Grip sorgen und mit einer guten Dämpfung optimales Abrollen ermöglichen. Zudem sollten sie auch wasserdicht und atmungsaktiv sein. Als besonders nützlich erweist sich auch eine möglichst flache Zehenbox in schmalen Felsnischen. Zusammenfassend betrachtet ist es also schon einiges, was so ein Approach-Schuh so alles mitbringen muss.

Wer den Anstieg zur Kletterwand und die anschließende Kletterpartie also bequem und sicher hinter sich bringen möchte und dabei auf unnötigen Ballast auf dem Rücken verzichten möchte, kommt nicht um die Anschaffung guter Approach-Schuhe herum. Aber für welches Schuhwerk sie sich am Ende entscheiden liegt ganz in Ihrer Hand. Führen Sie sich beim Kauf vor Augen, was Sie genau brauchen, worin Sie sich am wohlsten fühlen und was Ihre individuellen Anforderungen sind. Kaufen Sie nichts überstützt, sondern machen Sie sich Ihre eigenen Gedanken und lassen Sie sich beim Kauf im Klettershop ausführlich beraten. Dann treffen Sie sicherlich die richtige Entscheidung und werden die Investition in Ihre individuell auf die angepassten Zustiegsschuhe nicht bereuen.

Das richtige Obermaterial

Für das Obermaterial von Outdoorschuhen wird meist Leder oder Kunststoff verwendet. Welches Material das beste ist, bleibt jedem selbst überlassen. Leder verfügt über eine gute Anpassung, ist strapazierfähig und langlebig, Kunststoff dagegen trocknet schnell und ist sehr formstabil.

Auf die richtige Pflege kommt es an…

Wer sein neues Schuhwerk bereits erworben hat, sollte ein gewisses Maß an Pflege investieren, um möglichst lange Freude beim Klettern daran zu haben.
Die Schuhe nach dem Klettern unbedingt trocknen. Dabei sollten sie jedoch nicht direkt an die Heizung gestellt werden. Besser sind entsprechende Kissen, die dem Schuh Feuchtigkeit und unangenehme Gerüche entziehen. Die Sohlen sollten am Besten mit lauwarmem Wasser und einer Bürste behandelt werden und erst nach vollständiger Trocknung wieder in die Schuhe gelegt werden.

Übersicht: verschiedene Kletterschuhmodelle

Schnürer

Modelle mit Schnürsenkeln sorgen für einen besonders guten Sitz am Fuß, lassen sich aber nicht ganz so schnell an- oder auszuziehen. Großer Vorteil ist die Möglichkeit, den Schuh der Fußform entsprechend anpassen zu können.

Slipper

Slipper werden im Gegensatz zum Schnürer weder mit Schnürsenkeln noch mit Kletterverschlüssen geschlossen. Wie der Name schon sagt, schlüpft man einfach in den Schuh hinein. Die Modelle sind konstruiert und entwickelt, dass sie auch ohne Schnürsenkel eine optimale Passform versprechen. Slipper eignen sich besonders für Kletterprofis, die ihre Schuhe häufig wechseln müssen und keine Lust auf ständiges Schuhe binden haben.

1 Kommentar

  1. Toller Artikel! Macht wirklich Spaß zu lesen, besonders wenn man merkt, dass ein aktiver Klettersportler schreibt und nicht eine Büromaus deren Wissen aus Büchern stammt. Ich persönliche bevorzuge Schnürschuhe beim Klettern, auch wenn ich mit der Meinung meist allein da stehe!

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